Nepal - Das Land der lebenden Götter
Am südlichen Rand des einzigartigen Himalaya-Gebirges befindet sich das Hindukönigreich Nepal - ein Land von atemberaubender Schönheit.

Man wandelt auf den zeitlosen Spuren von Tempeln und Klöstern und alten Traditionen. Die landschaftliche Pracht und die kulturellen Schätze Nepals haben lange Zeit eine starke Anziehungskraft auf viele Menschen ausgeübt. Wie in einer Zeitwelle gefangen erlebt man die Widerspiegelungen von der reichen traditionellen Kultur und Vergangenheit des Landes - in alten Häusern, Gassen, Palästen, Tempeln und Höfen, überall in dem Königreich ist sie gegenwärtig. Nepal ist heute das einzige hinduistische Königreich der Erde. Der König wird dort als lebende Reinkarnation des Gottes Vishnu verehrt. Es erstreckt sich über eine Fläche von 147.181 km² und beherbergt offiziell 23 Mio. Menschen. In Nepal leben rund 60 verschiedene ethnische und religiöse Volksgruppen, die fast ebenso viele Sprachen sprechen. Nepal konnte existieren, da sich das Königreich seit mehr als 1500 Jahre auf das Kathmandu Tal konzentrierte. Die reiche Geschichte des Landes hat viele Dynastien kommen und gehen gesehen - die Kiratis, zu denen die im Osten ansässigen Rai und Limbu gehören, waren wahrscheinlich die Ureinwohner des Tals. Sie besiedelten das Kathmandu Tal im 7. oder 8. Jahrhundert vom Osten her. Man glaubt, dass während ihrer Herrschaft Siddhartha Gautama Buddha das Tal erstmalig besuchte. Von den Lichchavis zu den Mallas und den Schahs, die die gegenwärtigen Herrscher des Landes sind, brachte jede Dynastie neue Veränderungen mit sich.

Kunst, Architektur und Religion des Landes haben sich mit der Zeit und mit den unterschiedlichen Einflüssen der Kasten weiterentwickelt. Die Demokratie wurde im April 1990 eingeführt, nachdem ein Volksaufstand das verhasste Panchayat-System, bei dem alle Macht im Palast zusammenlief, beendet hat. König Gyanendra löste allerdings das Parlament im Februar 2005 auf. Die innenpolitische Situation ist zur Zeit allerdings relativ ruhig. Trotzdem stehen sich Regierung und maoistische Rebellen, die seit 1996 in Nepal operieren, unversöhnlich in einem Konflikt gegenüber der bereits mehrere tausend Opfer forderte.

1956 öffnete Nepal sich zuerst der Außenwelt, und 1974 begann der internationale Luftverkehr. Vieles im Inneren von diesem Land wartet noch heute darauf, erkundet zu werden.

Nepal ist für den majestätischen Himalaya berühmt. Der Himalaya ist - erdgeschichtlich gesehen - mit ca. 70 Millionen Jahren ein relativ junges Faltengebirge und daher weniger durch Erosion abgerundet und geglättet als andere Gebirge. Er ist 2400 km lang und zwischen 90 und 50 km breit. Dieses höchste Gebirge der Welt beherbergt allein in Nepal neun der vierzehn höchsten Gipfel der Welt. Darunter den 8.848 Meter hohen Mount Everest - den höchsten Berg der Erde. Dieses Gebirge ist das Ergebnis einer Kollision der indischen Kontinentalplatte mit den tibetisch-chinesischen Landmassen. Die indische Landplatte drückt auch noch heute unverändert gegen den Himalaya, so dass dieses Gebirge weiter wächst. Trotz aller innenpolitischen Probleme ist dieses Land aufgrund seiner Geschichte, Kultur, Landschaft und nicht zuletzt der aufrichtigen Herzlichkeit seiner Bewohner, ein ideales Ziel für Menschen die Erfahrungen jenseits des industriellen Massentourismus suchen. Nepal bietet für Bergsteiger, Trekker und Wanderfreunde unbegrenzte Möglichkeiten, Natur, Land und Leute individuell zu erleben.

Die Khumburegion mitten im Inneren Himalaya und der Rolwaling Abstecher
Die Solu Khumbu Region im inneren Himalaya ist das zweit größte Trekkinggebiet Nepals. Diese Region ist nicht nur berühmt für den 8.848 m hohen Mount Everest und viele andere 8000er sondern auch für die tibetische Sherpa-Kultur und deren bekannte Klöster. Der Ausgangspunkt für viele Trekkingtouren ist das Bergdorf Lukla (2.800m), das durch seinen Flughafen das Tor zum Everestgebiet darstellt.

Von Lukla aus führen die meisten Touren in das Dorf Namche Bazaar (3.440m), das für seinen samstäglichen Markt bekannt ist. Von Namche Bazaar aus führen die Wege je nach Tour in unterschiedliche Gebiete der Everest Region. Fünf Stunden Gehzeit entfernt von Namche befindet sich das schöne Dorf Thame, welches auch das Dorf der Bergsteiger genannt wird. Die alte Handelsroute zwischen Nepal und Tibet führt immer noch von hier aus über den Nangpo La Pass (5.720m) in das tibetische Hochland. Dieser Pass ist seit neuestem auch für den Tourismus geöffnet. Von Namche aus kann man über Syangboche auch das Dorf Khumjung besuchen. Bekannt wurde dieses Dorf durch die Initiative von Sir Edmund Hillary, dem ersten Menschen auf dem Everest. Das in Khunde von Hillary errichtete Krankenhaus ist die einzige Anlaufstelle für Einheimische und Touristen dieser Region.

Von Khumjung gelangt man dem Gokyo Fluss folgend über den Mon La Pass (3.985m) in das wunderschöne Gokyo-Tal. Das Gokyo-Tal mit seinen vielen Gletscherseen bietet atemberaubende Aussichten auf die schneebedeckten Gipfel des Cho Oyo (8.201m), Gyachung Kang (7.922m), Nirekha Peak (6.159m), Cho Latse (6.100m). Es bieten sich dort viele Gipfelbesteigungsmöglichkeiten wie den technisch einfacheren Gokyo Peak (5.360m) aber auch erfahrenere Bergsteiger finden in diesem Gebiet noch Herausforderungen, da hier noch unzählige Gipfel unbestiegen sind. Touren, die auf der klassischen Route zum Everest-Base-Camp verlaufen, führen zu dem berühmten Kloster von Tengboche.

Oberhalb von Dingboche (4.300m, höchst gelegenes ständig bewohntes Dorf Nepals) zweigt östlich das Tal des Imja Kohla ab. Der Trekkingberg Imja Tse wird auch Island Peak genannt und ist der beliebteste 6000er in Nepal. Weiter oberhalb im Tal geht eine Tour südlich zum berühmten Mera Peak durch das Hidden Valley. Von Dingboche nördlich geht es über Loboche ins Everest-Base-Camp. Der Aussichtsberg Kalar Pattar ist der Bekannteste seiner Art in Nepal. Direkt vor dem Pumori und dem Everest kann man einen Einblick in den berühmten Eisfall erhaschen. Der Legende nach ist dies der Geburtsort des sagenumwobenen Yetis. Die zentrale Everest Region bietet ein atemberaubendes Panorama und die Aussicht auf die berühmtesten Berge der Erde.

Von hier aus sieht man hautnah die 8000er Everest, Lhotse, Makalu und weitere berühmte Berge wie den Nuptse, Pumori, Barunstse, Amadablam, Thamserku, Kangtega, Island Peak, Kongde Peak, Taboche, Lobuche und den Kusum Kangaru. Jedem interessierten Bergsteiger oder Trekker wird bei diesem Anblick das Herz höher schlagen. Das Solu Khumbu Gebiet beherbergt eine große Vielfalt von Tieren und Pflanzen die in Nepal einzigartig ist. Der Besuch in diesem Gebiet ist also ein absolutes muss für alle Trekkinveteranen.

Das Rowalinggebiet westlich vom Everest
Auf der Arniko Highway, der Strasse von Kathmandu nach Tibet, geht es bis Barabise. Durch abgelegene Gebiete zieht sich der Weg östlich über Pässe durch das Pahar, dass Mittelgebirge Nepals bis zum Trashi Lapsa, dem 5.755 Meter hohen Pass zwischen dem Khumugebiet und dem Rowalinggebiet. Es geht dann langsam immer höher und es bieten sich auch hier Gipfelmöglichkeiten, insbesondere der Pachermo (6273 M), an, der technisch schon anspruchsvoller ist. Nach der Überschreitung des Passes ist man im "Sherpaland", und hat die Ausblicke auf die höchsten Berge der Welt in dem Gebiet.



Wir unterstützen das PORC in Nepal. Diese gemeinnützige Organisation, hat es sich zum Ziel gesetzt die Kinderarmut in Nepal zu bekämpfen...